PensionSchöller
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Trailer zu Pension Schöller
Zum Stück
Philipp Klapproth, Privatier aus Chemnitz, erfüllt sich in Wien einen lang gehegten Wunsch und besucht den Gesellschaftsabend einer Nervenheilanstalt. Dort lernt er die interessantesten Patienten kennen: eine Dramatikerin, die an einem feministischen Stück schreibt, einen jungen Schauspieler mit Sprachfehler, der sich aus Protest gegen die strukturelle Ausbeutung am Theater dem Spielen verweigert, einen mehrfach preisgekrönten Auslandskorrespondenten mit narzisstischen Tendenzen und ausgeprägter Leidenschaft für die Löwenjagd, sowie einen cholerischen Major, der wegen eines angeblich missverstandenen Filmzitats in eine Affäre wegen sexueller Belästigung verwickelt und aus dem Dienst entlassen wurde.
Was Philipp Klapproth nicht weiß: Er befindet sich gar nicht in einer Nervenheilanstalt, sondern in der renommierten Pension Schöller! Und was er dort erlebt, ist nicht der Gesellschaftsabend von ein paar Verrückten, sondern der ganz normale Wahnsinn der heutigen Kulturszene.
Ein plastik-pinkes Irrenhaus statt einer Wohlfühl-Pension: Regisseur FABIAN ALDER bleibt dem Komödienklassiker von 1890 in weiten Teilen treu und versetzt ihn trotzdem extrem ins Hier und Jetzt. Nicht zuletzt dadurch, indem er ihm einen völlig neuen, unerwarteten Showdown verpasst... «
"Absolut nötig. Das Ende, meine ich."
Künstlerische Mitarbeit: Cinja Kahl
KRITIK (APA/Tiroler Tageszeitung)
Zeitgemäßer Boulevard: „Pension Schöller“ bei Bronski & Grünberg
„Pension Schöller“ ist immer lustig, aber oft auch ziemlich blöde. Das 1890 uraufgeführte Lustspiel bedient sich simpler Komödientricks wie Sprachfehler oder der Verrücktheiten normaler Menschen, die aus einer Familienpension vermeintlich eine Nervenheilanstalt machen. Regisseur Fabian Alder hat auf der Kleinbühne Bronski & Grünberg in Wien-Alsergrund nun eine radikale Bearbeitung vorgelegt.
Es ist fulminanter, zeitgemäßer Boulevard, der hier mit großer Spielfreude und hohem Tempo auf die Mini-Bühne gestellt wird. Die Figuren sind so grell wie das pinke Plastik-Ambiente mit Noppenfolien-Überzug, das Bühnenbildnerin Kaja Dymnicki sich ausgedacht hat, der Witz ist manchmal herb, aber nie unter der Gürtellinie. Und die tiefsten Pointen (etwa der von Peter Pilz einst gerne zitierte Spruch über „Das Höschen aus Paris“) sind dem wirklichen Leben abgekupfert.
Es beginnt als Kasperltheater mit Menschen statt Puppen und endet mit einer bösen Schlusspointe, bei der die aktuelle Lage in Chemnitz sowie die „schöne braune Donau“ eine entscheidende Rolle spielen. Dazwischen wird gespielt und geschmiert, gerangelt und outriert, dass es eine Freude ist. Claudius von Stolzmann gerät als Klapproth, Chemnitzer auf Wien-Besuch, über das, was ihm beim „internationalen Gesellschaftsabend“ so geboten wird, ganz aus dem Häuschen.
Da gibt es einen vielfach preisgekrönten Auslandskorrespondenten mit ausgeprägter Leidenschaft für Selbstlob und Löwenjagd (David Oberkogler hat immer eine „kritische, unabhängige Frage“ parat), einen aus dem Dienst entlassenen, ständig auszuckenden Ex-Major (Thomas Weissengruber mit reichem Repertoire unkontrollierter Gestik), einen logopädisch herausgeforderten Jungschauspieler mit Aversion gegen Leistungsdruck (Benjamin Vanjek gibt sich sehr anlehnungsbedürftig), einen Jungunternehmer mit schimmel-resistenter Geschäftsidee (Dominic Marcus Singer), eine feministische Postdramatikerin (Gioia Osthoff) und eine energische Pensionswirtin (Martina Daehne), die mit ihren Kulturinitiativen das Ende der Demokratie aufhalten wird - vorausgesetzt, die Subventionen bleiben nicht aus. Der ganz normale Wahnsinn eben.
Zu Beginn seiner dritten Saison zeigt sich Bronski & Grünberg nicht mehr als Geheimtipp, sondern als hervorragende Adresse für Unterhaltung mit Biss, Witz und Anspruch. Wäre doch gelacht, wenn das kein Erfolg wird.
Team & Besetzung
- Regie
- Fabian Alder; Carina Hofbauer
- Besetzung
- Martina Daehne, Claudius von Stolzmann, Benjamin Vanyek, Gioia Osthoff, Thomas Weissengruber, David Oberkogler, Dominic Marcus Singer
- Bühne
- Kaja Dymnicki
- Kostüm
- Julia Edtmeier
Stimmen
Pressestimmen
Zeitgemäßer Boulevard: „Pension Schöller“ bei Bronski & Grünberg
„Pension Schöller“ ist immer lustig, aber oft auch ziemlich blöde. Das 1890 uraufgeführte Lustspiel bedient sich simpler Komödientricks wie Sprachfehler oder der Verrücktheiten normaler Menschen, die aus einer Familienpension vermeintlich eine Nervenheilanstalt machen. Regisseur Fabian Alder hat auf der Kleinbühne Bronski & Grünberg in Wien-Alsergrund nun eine radikale Bearbeitung vorgelegt.
Es ist fulminanter, zeitgemäßer Boulevard, der hier mit großer Spielfreude und hohem Tempo auf die Mini-Bühne gestellt wird. Die Figuren sind so grell wie das pinke Plastik-Ambiente mit Noppenfolien-Überzug, das Bühnenbildnerin Kaja Dymnicki sich ausgedacht hat, der Witz ist manchmal herb, aber nie unter der Gürtellinie. Und die tiefsten Pointen (etwa der von Peter Pilz einst gerne zitierte Spruch über „Das Höschen aus Paris“) sind dem wirklichen Leben abgekupfert.
Es beginnt als Kasperltheater mit Menschen statt Puppen und endet mit einer bösen Schlusspointe, bei der die aktuelle Lage in Chemnitz sowie die „schöne braune Donau“ eine entscheidende Rolle spielen. Dazwischen wird gespielt und geschmiert, gerangelt und outriert, dass es eine Freude ist. Claudius von Stolzmann gerät als Klapproth, Chemnitzer auf Wien-Besuch, über das, was ihm beim „internationalen Gesellschaftsabend“ so geboten wird, ganz aus dem Häuschen.
Da gibt es einen vielfach preisgekrönten Auslandskorrespondenten mit ausgeprägter Leidenschaft für Selbstlob und Löwenjagd (David Oberkogler hat immer eine „kritische, unabhängige Frage“ parat), einen aus dem Dienst entlassenen, ständig auszuckenden Ex-Major (Thomas Weissengruber mit reichem Repertoire unkontrollierter Gestik), einen logopädisch herausgeforderten Jungschauspieler mit Aversion gegen Leistungsdruck (Benjamin Vanjek gibt sich sehr anlehnungsbedürftig), einen Jungunternehmer mit schimmel-resistenter Geschäftsidee (Dominic Marcus Singer), eine feministische Postdramatikerin (Gioia Osthoff) und eine energische Pensionswirtin (Martina Daehne), die mit ihren Kulturinitiativen das Ende der Demokratie aufhalten wird - vorausgesetzt, die Subventionen bleiben nicht aus. Der ganz normale Wahnsinn eben.
Zu Beginn seiner dritten Saison zeigt sich Bronski & Grünberg nicht mehr als Geheimtipp, sondern als hervorragende Adresse für Unterhaltung mit Biss, Witz und Anspruch. Wäre doch gelacht, wenn das kein Erfolg wird. — APA/Tiroler Tageszeitung
Archiv
Spielzeiten
Premiere: 28. November 2018
28. November 2018
- Mi, 05.12. - 22:30
- Mi, 12.12. - 19:30
- Do, 13.12. - 19:30
- Fr, 14.12. - 19:30
- Mo, 17.12. - 19:30
- Fr, 21.12. - 19:30
- Mo, 07.01. - 19:30
- Mi, 09.01. - 19:30
- So, 13.01. - 19:30
- Do, 16.05. - 19:30
- Mo, 04.02. - 19:30
- Di, 05.02. - 19:30
- So, 17.02. - 19:30